SSD-Gesundheitsprüfung mit HDDLife:
Verschleiß, Temperatur und verbleibende Lebensdauer
Die meisten SSDs geben kein Piepen oder Blinksignal von sich, bevor sie ausfallen. Die einzige zuverlässige Möglichkeit, ihren Zustand zu erfahren, besteht daher darin, die integrierte Selbstdiagnose auszulesen. HDDlife übernimmt genau das und zeigt das Ergebnis in einem einzigen Fenster an. HDDlife ist ein Tool zur Überprüfung des SSD-Gesundheitszustands, das die S.M.A.R.T.-Daten Ihres Laufwerks ausliest und schätzt, wie viel Lebensdauer ihm noch verbleibt.
Was eine SSD-Gesundheitsprüfung anzeigt
Wenn Sie HDDlife bei angeschlossener SSD öffnen, liest es die S.M.A.R.T.-Attribute des Laufwerks aus und übersetzt sie in einen verständlichen Status, auf den Sie reagieren können:

- - Verbleibende Lebensdauer, basierend auf Verschleißdaten und Schreibstatistiken
- Temperatur mit Schwellenwert-Benachrichtigung, falls das Laufwerk zu heiß läuft
- - Betriebsstunden, damit Sie das tatsächliche Alter der Festplatte kennen
- - Neuzugeordnete Sektoren und Fehlerzähler, die ersten Anzeichen für versagende Speicherzellen
Die Statusleiste verwendet dasselbe Ampelschema wie auf der HDD-Seite: Grün, solange alles im normalen Bereich liegt, Gelb oder Rot, sobald sich das Laufwerk seinen Grenzen nähert.
Wie HDDlife eine SSD überprüft
HDDLife liest S.M.A.R.T. direkt vom Laufwerk aus, ohne zusätzliche Treiber zu installieren. Es läuft im Hintergrund und aktualisiert die Messwerte während der Festplattenarbeit, sodass Sie immer den aktuellen Zustand sehen und nicht nur eine Momentaufnahme des letzten Tests. Zwei Funktionen sind für SSDs am wichtigsten.
JustNow berechnet die verbleibende Lebensdauer anhand der eigenen Zähler des Laufwerks, sobald Sie mit der Überwachung beginnen. Sie müssen nicht wochenlang Daten sammeln, um eine Schätzung zu erhalten.
AnyWhereView ermöglicht es Ihnen, dieselben Daten von einem anderen Computer aus auszulesen. Das ist nützlich, wenn sich das Laufwerk in einem Server oder NAS befindet, auf dem Sie sich nicht täglich anmelden.
Temperaturwarnungen warnen Sie, wenn das Laufwerk den sicheren Betriebsbereich überschreitet, was besonders bei Laufwerken ohne aktive Kühlung wichtig ist.
Die S.M.A.R.T.-Werte, die man im Auge behalten sollte
Jeder Hersteller speichert die Daten etwas anders, aber drei Zähler zeigen das tatsächliche Bild.
Der Prozentsatz des Medienverschleißes (manchmal als „Percentage Used“ bezeichnet) zeigt an, wie viel der Schreibausdauer des Laufwerks verbraucht wurde. Ein neues Laufwerk liest nahe null, ein ausfallendes nahe 100.
Die Anzahl der neuzugeordneten Sektoren steigt, wenn der Controller fehlerhafte Speicherblöcke durch Reserveblöcke ersetzt. Eine stabile Null ist in Ordnung; eine ständig steigende Zahl bedeutet, dass sich der Flash-Speicher schneller als gewöhnlich abnutzt.
Der Zähler für unkorrigierbare Fehler erfasst Lese- oder Schreibvorgänge, die der Controller nicht beheben konnte. Jeder Wert ungleich null erfordert ein sofortiges Backup.
Wann Sie ein Backup erstellen und das Laufwerk austauschen sollten
Planen Sie ein Backup und beginnen Sie mit der Suche nach einem Ersatz, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
- Verbleibende Lebensdauer unter 10 %
- Neuzugeordnete Sektoren, deren Anzahl zwischen zwei Messungen ansteigt
- Temperatur unter gewöhnlicher Last über dem vom Hersteller angegebenen Maximum
- Das Betriebssystem meldet das Laufwerk als fehlerhaft oder fordert Sie auf, eine Überprüfung auszuführen
Diese Signale erscheinen in der Regel Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Ausfall. Das ist genau das Zeitfenster, das durch die Überwachung geöffnet werden soll.
TBW und Lebensdauer, einfach erklärt
TBW (Terabytes Written) ist die Datenmenge, die der Hersteller für die Schreibleistung der SSD über ihre gesamte Lebensdauer garantiert. Eine 512-GB-Consumer-SSD mit einem Wert von 300 TBW, auf die täglich 50 GB geschrieben werden, würde dieses Budget erst in etwa 16 Jahren aufbrauchen. Für die meisten Heimanwender endet die Garantiezeit also lange bevor der Flash-Speicher verschlissen ist. In der Praxis fallen Laufwerke häufiger durch die Controllerelektronik oder Firmware-Fehler aus als durch reinen Verschleiß. Deshalb liefert das Überwachen von Fehlerzählern und Temperatur genauere Hinweise als eine reine TBW-Berechnung.
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